| 16. Jahrh. | Erste Berührung mit russischen Kosaken; die Kontakte zwischen den Kosaken und der Bergbevölkerung blieben friedlich.
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| 1559 | Am Fluss Sunža wurde von den Russen mit der Festung Tarki ein erster Stützpunkt in Tschetschenien errichtet.
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| 1587 | Das erste Kosakenheer der Region entstand.
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| 18. Jahrh. | Ausdehnung der Kosakensiedlungen, gegenseitige Überfälle, Anlage russischer Festungslinien und militärische Durchdringung des Kaukasus durch die russische Armee.
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| 19. Jahrh. | Die Tschetschenen leisteten gegen die russische Kolonialpolitik vehement Widerstand.
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| 1818 | Die Festung Groznyj wurde vom Oberkommandierenden der russischen Kaukasusarmee Ermolov als Stützpunkt für Strafexpeditionen gegen die widerspenstigen Bergvölker angelegt. Sie ist bis heute eine überwiegend von Russen bewohnte Stadt, deren Name - er bedeutet furchtbare, furchterregende, gnadenlose [Stadt] - eine koloniale Provokation darstellt.
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| 1832-1859 | Nordkaukasischer Widerstandskrieg unter Imam Šamil'.
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| 1865 | Ein Fünftel der tschetschenischen Bevölkerung verließ nach der militärischen Unterwerfung durch die russische Armee ihre Heimat. In ihren Dörfern wurden vor allem Kosaken und Armenier angesiedelt.
Die Emigrationswelle setzte sich bis ans Ende des 19. Jahrhunderts fort und schuf eine tschetschenische Diaspora in der Türkei und anderen Ländern des vorderen Orients. Der Kaukasus stand von nun an unter der Verwaltung russischer Offiziere. Allerdings beschränkte sich ihre Macht nur auf die Militärbasen entlang der Heerstraßen. In der unwegsamen Gebirgsregion hielt sich der Widerstand gegen die Fremdherrschaft. In Tschetschenien riefen Vertreibungs- und Umsiedlungsaktionen neue Aufstände hervor, die sich schließlich zu einer bis weit in die sowjetische Zeit hinein fortgesetzte Widerstandstradition summierten. |
| 20. Jahrh. | |
| 1920 | Die autonome Sowjetrepublik der Bergvölker wurde gegründet. Diese zerfiel jedoch bald in separate ethnische Bestandteile.
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| 1922 | Ein autonomes tschetschenisches Gebiet entstand.
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| 1924 | Ein autonomes inguschisches Gebiet entstand.
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| 1929-1930 | Ganze Gebiete befanden sich im Kampf gegen die rote Armee.
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| 1936 | Konstituierung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik (ASSR) der Tschetschenen und Inguschen.
Die stalinistische Kollektivierung der Landwirtschaft rief unter den Tschetschenen und Inguschen massiven Widerstand hervor. |
| 1937 | Das NKVD (NKWD) organisierte einen «Generalschlag gegen antisowjetische Elemente» mit Verhaftung und Hinrichtungswellen. Daraufhin traten tausende Tschetschenen und Inguschen der Guerilla bei.
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| 1944 | Kollektive Deportation nach Zentralasien. Rund 480 000 Betroffene wurden deportiert. Etwa 20 % überlebten die Deportation nicht, sie kamen vor allem beim Transport in Viehwaggons um. Die Bewohner, die der Deportation entgingen, fielen Vernichtungsaktionen des NKVD zum Opfer.
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| 1957 | Beide Völker wurden rehabilitert und konnten in ihre erneut autonomisierten Gebiete zurückkehren.
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| 1990-11-27 | Einen Monat vor der Auflösung der Sowjetunion erklärten die Tschetschenen ihren verfassungsrechtlichen Austritt aus der UdSSR. Sie legten sich im folgenden Attribute der Eigenstaatlichkeit zu (neue Verfassung, eigene Staatssymbole, eigene Streitkräfte).
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| 1992-03-31 | Die Tschetschenen enthielten sich der Unterzeichnung des Föderationsvertrages.
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| 1993-04-25 | Die Tschetschenen beteiligten sich nicht an dem allrussischen Referendum über die Zustimmung der Bevölkerung zur Person und Politik des russischen Präsidenten.
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| 1994 | Russland überzog Tschetschenien mit einem Krieg, angeblich um die verfassungsmäßige Ordnung herzustellen. Doch die russische Verfassung, auf die sich Jelzin berief, war erst im Dezember 1993 verabschiedet worden; Tschetschenien war der Russischen Föderation nie beigetreten.
Der Krieg forderte mehr als 100 000 Opfer unter der Zivilbevölkerung Tschetscheniens und zerstörte die gesammte Infrastruktur. |
| 1996 | Unter der Ägide der OSZE wurde nach Niederlage und Abzug der russischen Truppen ein Präsident und ein Parlament gewählt. Russland unterzeichnete einen Friedensvertrag und 42 weitere Abkommen, ohne auch nur einen Punkt davon einzuhalten. Es setzte den Krieg als kalten Krieg fort. |
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Erstellt von Barbara Daum.
Geändert am 24. Mai 2000. |
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