Medienpädagogik in Frankreich


von:
Silke Busse, Souphie Soudais, Emil Camuescu , Frank Wurft , Nicole Littner.
Redaktion: Frank Wurft


Gliederung:


1. Methodisches

Dies ist ein Bericht, der aufgrund der sich ständig ändernden Situation nicht als endgütiger Abschlußbericht bezeichnet werden kann. Er stützt sich

a) auf Artikel, die in englischer Sprache veröffentlicht wurden, und in Hannover zugänglich sind.

b) auf Korrespondenz mit Frankreich, die auf postalischen Wege zu uns gelangten.

c) auf Rechercheergebnisse aus dem Internet, welches in Frankreich bei weitem nicht so verbreitet ist, wie in anglo- sächsischen oder deutschen Ländern.

d) auf Kontakte zu Lehrenden, die eher als Kritiker der "traditionellen" französischen (Schul-) Pädagogik bezeichnet werden können.

e) auf Artikel in französischen pädagogischen Fachzeitschriften.

Thema wird hauptsächlich die Medienpädagogik im schulischen Bereich sein, da uns zu anderen Bereichen kaum Informationen vorliegen. Von den verschickten Fragebögen gab es nur vereinzelte Rückmeldungen.

Der Bericht setzt sich zusammen aus:

a) einem gemeinschaftlich erarbeiteten, geschriebenen bzw. redigierten Teil, und

b) Kapiteln, die in Verantwortung eines einzelnen Arbeitsgruppenteilnehmers geschriebenen worden sind, und durch die Arbeitsgruppe kontrolliert wurden. In diesem Fall wird der Autor namentlich erwähnt.

2. Wie sich die Medienpädagogik in Frankreich darstellt

Der Zugang zu dem, was wir als "Medienpädagogik" bezeichnen, erweist sich als schwierig. Folgende Gründe können dafür vermutet werden:

a) "Medienpädagogik" besitzt keinen herausragenden Stellenwert. Der Umgang mit neuen, audiovisuellen Medien wird nicht als separates Fach thematisiert, sondern in den Französischunterricht, als ein kulturelles Ausdrucksmittel unter vielen, integriert.

b) Das französische Schulsystem ist stärker einer "traditionellen Lehrweise" verpflichtet, die der Vermittlung der französischen Kultur dient; in diesem Rahmen sind moderne Medien eher Randerscheinungen.

c) Dem französischen Lehrsystem fehlt es einfach an finanziellen Mitteln, um die Schulen technisch zu modernisieren.

d) Die francophone Welt hat ein anderes Konzept von Medienerziehung, andere Begriffe, die keinen direkten vergleichbaren und sofort verständigen Zugang schaffen.

3. Definition des Begriffes >>Medienpädagogik<<

Eine dem Deutschen vergleichbare Kombination zwischen "Medien" und "Pädagogik" lä8t sich im Französischen nicht finden.

So kommt es auch dazu, daß nicht sofort klar ist, was mit einer direkten Übersetzung des Wortes "Medienpädagogik" gemeint sein könnte. Grundproblem ist die Definition des Wortes "Medien": Im Französischen kann das alles meinen, vom sozialen Umfeld über Tafel und Kreide bis zum Computer, und so wird es auch verstanden, während man im Deutschen unwillkürlich an "Neue Medien", also Fernsehen, Video (Film) oder Computertechnik, denkt. Hier steht also eine weite, französische Definition des Begriffes einer deutschen gegenüber-

Raymond Arnaud, Direktor des CDDP 33 (Gironde), schlägt den Begriff "Éducation aux Médias" vor, was soviel heißt wie "Medienerziehung" oder "Erziehung an den/ zu den Medien" , und ansonsten fokussiert die Medienpädagogik in Frankreich auf "La Presse dans l'École" ("Presse in der Schule"- s.u. 7.1.).

Evelyne Bevort vom CLEMI benutzt den Begriff "médias éducatifs", übersetzbar mit "Erziehungsmedien" oder "erziehenden Medien" ein Begriff, der nach ihren Angaben an die Begrifflichkeiten von der Abteilung für Erziehungswissenschaft der Universität Paris VIII anknüpft (s.a. Medienforschung- 6.). Auf dem Hintergrund der Recherchen lassen sich folgende Thesen über Begrifflichkeiten formulieren:

Der Begriff "Medienpädagogik" oder etwas vergleichbares als einigermaßen direkte Übersetzung gibt es im Französischem nicht.Die klassische französische Bildung kennt die Aufteilung in Information und Dokumentation. Dazu gesellte sich als drittes Das Audiovisuelle.Das Audiovisuelle kam als Begriff mit den Diskussionen ums Fernsehen. Er bezieht sich v.a. auf das Lernen mit Bildern.Modern ist der Begriff Neue Technologien der Information und Kommunikation ("Nouvelles Technologies de l'information et communication") - abgekürzt: NTIC, der v.a. auf Computer, CD- ROM, Internet etc. rekurriert.

In der Bildung wird parallel dazu der Begriff Neue Technologien in der Erziehung ("Nouvelles Technologies dans l'Enseignement")- abgekürzt: NTE verwendet.Der Begriff "Multimédia" wird sehr zaghaft benutzt, denn man ist sich seiner Unklarheit wohl bewußt.Im Folgenden eine Übersicht mit den wichtigsten Begriffen, die Medien und Medienpädagogik betreffen:

(ein Problem ist, daß es oftmals Abkürzungen zu diesen Begriffen gibt, deswegen seien sie hier angegeben)

Begriff Abk. Übersetzung Erklärung
Nouvelles Technologies de l'information et de la communication NTIC Neue Informations- und Kommunikations- Technologien Computer, CD- ROM, Internet
Nouvelles Technologies de l'enseignement NTE Neue Technologien der Erziehung Der Einsatz von NTIC im Unterricht
L'Audiovisuel AV Audiovisuelle Medien Bilder: Foto, Fernsehen; Computer als bildbetontes Medium
École paralèle - "Parallele Schule" Massenmedien als außerschulischer Bildungsfaktor
outil pédagogique; "materiel"    
logiciel pédagogique "logiciel" "Pädagogisches Mittel": "Medium" Medium im Sinne der Unterrichtsdidaktik: Was benutze ich am besten, wenn ich einen bestimmtes Ergebnis haben will
medias éducatifs   "Erziehungsmedium" von CLEMI
Enseignement à la distance EAD Fernunterricht  
Centre de Dokumentation et Information CDI Fachbibliothek Schulen, CRDPs, IUFMs u.ä. angeschlossene Fachbibliothek mit weitreichenden Recherchemöglichkeiten
Enseignement assisté par l'ordinateur EAO Computerunterstützter Unterricht  
Éducation aux médias - Medienerziehung von Raymond Arnaud
Éducation   eigentlich: Erziehung ; auch: Lehreinheit

4. Die Konzepte der Medienerziehung

(von Silke Busse- sibu@stud.uni-hannover.de)

Eingangs sei erwähnt, daß es durchaus nicht einfach ist, im Internet speziell etwas zur Medienpädagogik in Frankreich zu finden. Französischsprachige Materialien bzw. Dokumente entpuppen sich oft als ursprünglich kanadische (französischsprachige Region Québec). Jedoch auch in Kanada weist das frankophone Gebiet der Entwicklungsdefizite gegenüber dem anglophonen Sprachraum auf, viele Unterlagen liegen zum größten Teil nur in englischer Sprache vor.

Die Ziele, die mit der Medienpädagogik in Frankreich verfolgt werden sollen, sind nicht unbedingt klar definiert. Dennoch kann man Tendenzen feststellen, welche Vorstellungen dahingehend existieren.

4.1 L'Éducation Critique aux Médias

Ein wichtiges Stichwort ist "L'Éducation Critique aux Médias". Darunter wird verstanden, daß Programme oder Projekte für Schüler bzw. für Jugendliche im allgemeinen entwickelt werden, damit diese das Universum der Medien entdecken können ("explorer l'univers des médias"1). Sie sollen letztendlich aber auch erkennen, welche Rolle eben diese Medien in unserer Kultur spielen und wie sie uns beeinflussen, besonders hinsichtlich unserer Wahrnehmung der Welt. Das heißt im Klartext, daß ein kritischer Geist geweckt werden soll, der es den Schülern ermöglicht, das, was sie durch Medien vermittelt bekommen (im speziellen das, was ihnen im Fernsehen präsentiert wird), sinnvoll einzuordnen. Es gilt, Hintergründe, Mittel und Zielsetzungen von Medien und deren Machern zu verstehen. Außerdem begreift man so vielleicht auch die eigene Haltung/ Beziehung zu den Medien.

Warum ist es so wichtig, daß Jugendliche kritisch gegenüber den Medien sind?

Zunächst ist zum Beispiel Fernsehen eine der häufigsten Freizeitbeschäftigungen. Schon aus diesem Grund erscheint eine Auseinandersetzung mit Medien tatsächlich angebracht.

Jedoch ebenso interessant ist der Aspekt, daß Medien ein Stück Sozialisation ausmachen. Sie sind sowohl Ausdruck als auch Mittel der kulturellen Entwicklung. Insofern kann eine bessere Kenntnis auf diesem Gebiet auch eine bessere Kenntnis der uns umgebenden Welt bewirken.

Wenn man nun im speziellen das Fernsehen betrachtet, so ist es mittlerweile fast möglich, von "Kulturgut" zu sprechen, zumal es von nahezu allen Mitgliedern der Gesellschaft genutzt wird. Warum dann also nicht auch versuchen, über Medien eine Verbindung zu anderen herzustellen?

4.2 "Communication"

Was immer wieder als grobe Zielsetzung auftaucht, ist die Kommunikation. Auch dabei spielen mehrere Aspekte eine Rolle. Bei der Suche im Internet stößt man in diesem Zusammenhang unter anderem auf Organisationen wie die CRECPSC (Centres de Recherche sur les Petites Structures et la Communucation), die sich schwerpunktmäßig auf Kommunikationstechnologien verlagert haben.

Als ein Punkt wird dort darauf hingewiesen, daß die Schule, was neue Technologien anbetrifft, aufrüsten muß, weil ansonsten die Kluft zwischen Schulwelt und dem sozialen und beruflichen Leben außerhalb der Schule zu groß würde. Wenn man nicht schon in der Schule an Medien herangeführt wird, fällt es später um so schwerer, sich zurechtzufinden.

Ansonsten liegt der Akzent tatsächlich eher auf der eigentlichen Kommunikation, d.h. das Kommunizieren zwischen den verschiedenen Schülern einer Schule, zwischen Schüler und Lehrer, aber auch insbesondere zwischen verschiedenen Schulen, sowohl innerhalb als auch außerhalb Frankreichs. So findet man einiges an Projekten, die nach diesem Muster geplant sind.

5. Geschichte der Medienerziehung

Die Medienerziehung in Frankreich hat eine sehr lange Geschichte. Sie beginnt mit der Begleitung des Kinoprogramms durch "ciné clubs", seit der Nachkriegszeit auch für Jugendliche, und hat ihre Vorgeschichte in den ciné clubs der 20er Jahre.2 Und so war in dieser Anfangsphase die Medienerziehung auf eine kritische, aktive Begleitung des Mediums (damals des Mediums Film) ausgerichtet.

Ähnliches sollte fortgesetzt werden mit der Agentur "Le téléspectateur actif" (Der aktive Fernsehzuschauer) im Bereich Fernsehen 1979. Die Nachfolgeorganisation von "Le téléspectateur actif" heißt "Audiovisuell Pour Tous dans l'Éducation" (Audiovisuelles für Alle in der Erziehung- APTE) und bringt drei Mal im Jahr die Zeitschrift "la Lettre d'APTE" heraus.

In Frankreich wird der Film heute als ein kulturelles und sprachliches Ausdrucksmittel, neben anderen, betrachtet, über das gelernt werden soll und das gebraucht werden sollte. In diesem Rahmen lä8t sich das Konzept des "Institut du langage total" (Institut der allgemeinen Sprache) sehen, das aus der "Association Film et Jeunesse" (Vereinigung Film und Jugend) hervorgegangen ist. Beim "Institut du langage total" wird ein Umgang mit Medien vorgeschlagen, in dem die verschiedensten Medien Ausdrucksweise ein und derselben "allgemeinen Sprache" ("langage total") sind, die sich nur in ihren verschiedenen Formen Wort, Bild und Ton ausdrückt.

Auch ein politisches Ziel erscheint in den Deklarationen und Artikeln von Ministerien und Bildungspolitikern in Frankreich: das Ziel heißt einen selbständigen Bürger heranzubilden, der mit den neuen Medien wie Fernsehen und Radio genau so umgehen kann wie mit Buch und Zeitungen. Allerdings ist die (gedruckte) Presse, Zeitungen und Zeitschriften, seit Jahren in einer Krise und deren Absätze - die im europäischen Vergleich sowieso recht niedrig sind- sinken.

6. Probleme der Medienerziehung in Frankreich

Ein primäres Problem des französischen Schulsystems im allgemeinen ist der permanente Geldmangel. Einzelne Programme zur Verbesserung der Erziehung, gerade im Bereich der audio- visuellen Medien, wie die 45 Mio. Francs (rund 15 Mio. DM) eines Gesetzes von 1989 zur Ausbildung von Lehrern, sind eher ein Tropfen auf den heißen Stein.

Eine Ausstattung mit Computern erfolgte in Frankreich in den Jahren 1985/86 mit dem Programm "Informatik für Alle" ("Informatique Pour Tous"), und zwar mit einem System des staatlichen französischen Technikkonzerns "Thompson" (Modell T07), einem System, das schon damals nicht besonders auf der Höhe der Zeit war, und heute überhaupt international nicht mehr brauchbar ist. Für eine technische Modernisierung, z.B. auch in Hinsicht auf die Vernetzung von Schulen ins Internet, fehlen sowohl finanzielle Mittel, als auch der politische Wille. Es gibt nur vereinzelt vernetzte Schulen, v.a. solche nach Freinet- Pädagogik. Denn dazu muß man sagen, daß in Frankreich ein eigenes, flächendeckendes und von großen Teilen der Bevölkerung genutztes eigenes Netzsystem - das Minitél- existiert, daß dem ehemaligem deutschen "BTX" sehr ähnelt. Die Existenz des Minitél verhindert bzw. bremst aber eine internationale Vernetzung. Für private Nutzer gibt es - abgesehen von den Ballungszentren wie Paris- kaum Möglichkeiten, sich ans Internet anschließen zu lassen, während dies in Deutschland unproblematisch ist. (Zu Schule und Internet, s.7.)

Unter den altgedienten Lehrern ist eher ein Desinteresse zu verspüren, sich mit neuen Medien zu beschäftigen. CLEMI (s.8.2.) schätzt, daß nur rund 20% der Lehrenden sich mit neuen Medien beschäftigt haben. Ob sich das bei jüngeren Lehrern ändert, die in letzter Zeit ausgebildet wurden und werden, darüber liegen hier leider keine Daten vor.

Wie nebensächlich die Rolle der audiovisuellen Medien ist, läßt sich am "Programm und Anweisungen für Grundschulen" des damaligen Bildungsministers Chevènement von 1985 sehen. Dort findet man fünf Quellen des Französischlernens angegeben, die man durchaus als hierarchisch angeordnet verstehen kann:

1. Französischsprachige Autoren;

2. Alte übersetzte Texte;

3. Ausländische übersetzte Texte;

4. Neue Texte, Dokumente, allgemeines Leben;

5. Neue Medien, Fernsehen, Radio, audio- visuelle Produktionen.

Jeder neue Minister für Nationale Erziehung in Frankreich kündigt normalerweise eine große, neue Reform an. Dagegen gibt es daraufhin Proteste und aus der Reform wird ein Reförmchen... Auch nach dem Regierungswechsel 1997 in Frankreich, bei dem der ehemalige Erziehungsminister Lionel Jospin Ministerpräsident wurde geschieht so etwas. Der Minister für National Erziehung und Wissenschaft, Claude Allègre, kündigte

ein Programm zur Informatisierung der Schulen an. So soll jede Schulklasse ihre eigene E- Mail- Adresse bekommen.3 Desweiteren soll die Informationstechnologie allgemein gefördert werden. Überhaupt: wie schon oft soll das Schulsystem reformiert werden. Es soll wesentlich praxisorientierer werden.4

Wie erwähnt: Es gilt abzuwarten, was praktisch passieren wird...

7. Schule und Internet in Frankreich,

Pädagogische Möglichkeiten des Internets

von Emil- Victor Camuescu (e.camuescu@stud.uni-hannover.de)

7.1 DIE 80er JAHRE

Die Entwicklung des Internets in Frankreich und dessen Einführung in den Schulen verlief anders als in den anderen europäischen Ländern. Die Zahl der französischen Haushalte, die an das Internet angeschlossen sind, ist sehr gering.

Die Gründe dafür sind vielseitig :

*Minitel

Minitel hatte großen Einfluß auf die Nicht-Verbreitung des Internets in Frankreich, obwohl jedem bewußt war, daß das Internet die Zukunft ist. Minitel hat in Frankreich über 2 Mio. Abonnenten und wird von verschiedenen Industriezweigen unterstützt.

*France Télécom

France Télécom (FT) verfolgte eine profitorientierte Politik und verhinderte die Ausbreitung des Internets. Somit war der Internetzugang von FT viel teurer als vergleichbare Konkurrenten. Da FT ein Monopol auf diesem Gebiet ausübte (das jetzt gefallen ist), konnten andere Anbieter aus dem Weg geräumt werden. Außerdem war die Gebührenpolitik von FT nicht besonders verbraucherfreundlich.

*eine anti-Internet Propaganda in Frankreich

Ein Teil der Medien übte eine anti-Internet Propaganda aus. Es wurden nur die Nachteile des Netzes erwähnt (Terrorismus, Kinderpornographie etc.). Außerdem müsse man Englisch können, um im Internet zu bestehen.

*die Haltung der französischen Regierung diesem Thema gegenüber

Die französische Regierung hatte eine zurückhaltende Haltung diesem Thema gegenüber.

Mitte der 80er Jahre begann der damalige Kultusminister, Frankreichs Schulen mit Computern auszustatten. Dieses national angelegte Projekt trug den Namen "Informatique Pour Tous"(Informatik für Alle- IPT). Jedoch, wegen mangelnder Hard- bzw. Software (logiciels pédagogiques) und wegen der schlechten Ausbildung der Lehrkräfte auf diesem Gebiet , wurde das Projekt ein Fehlschlag. Vielmehr hatte das ganze einen wirtschaftlichen Hintergrund: Die Schulen wurden mit Computern der Firma Thompson ausgestattet - Computer, die nicht mit der internationalen Konkurrenz mithalten konnten. Damit die Firma Thompson nicht Pleite ging, wurden die Schulen zum Abnehmer .Aber nicht nur die Schulen. Eltern kauften ihren Kindern Thompson - Computer in der Hoffnung , dem Schulstandard angepaßt zu sein. Trotzdem konnte diese Aktion den Konkurs der Firma Thompson nicht verhindern. Aus der "Informatique Pour Tous" wurde im Volksmund schnell "Infirmerie Pour Thompson" (Erste Hilfe für Thompson).

Die Französische Regierung machte sich nach diesem Debakel daran, mit France Télécom das MINITEL zu entwickeln und zu verbreiten. Allerdings wurde MINITEL nicht dazu eingerichtet, um sich international zu behaupten, sondern um vielmehr der französischen Wirtschaft zu dienen.

Schlußfolgerung :

Eine Technologie kann heutzutage nur dann überleben, wenn sie sich auch international behaupten kann. Diese Erkenntnis wurde von der französischen Regierung dann Mitte der 90er Jahre erkannt und weiterentwickelt.

7.2 Die 90er Jahre

Nachdem der Plan der französischen Regierung, die Schulen mit Computern auszustatten, Mitte der 80er Jahre fehlgeschlagen war, begann man ab 1994 die Schulen erneut mit moderneren Computern auszurüsten. Seit Juni 1992 ist der Zugang zum Internet über einen "Renater"- Server möglich (RENATER = Réseau National de Télécommunication pour la Téchnologie et la Recherche). Dieser Server wurde ursprünglich von den Universitäten genutzt und dient seit Beginn des Schuljahres 1996/97 als Knotenpunkt für den Zugang zum Netz. Für das Schuljahr 1995/96 hatte es sich das französische Kultusministerium zum Ziel gesetzt, 500 Schulen zu vernetzen. (über die Anzahl der tatsächlich vernetzten Schulen liegen keine Angaben vor).

Zur Zeit gibt es 8 académies pilotes (Hochschulregionen im Modellversuch), die dieses Projekt testen :

Bordeaux, Créteil, Dijon, Grenoble, Nice, Paris, Strasbourg, Versailles. Fünf weitere Zentren werden sich an diesem Projekt beteiligen: Amiens, Lille, Lyon, Nancy-Metz und Toulouse. Darüber hinaus sind noch Eigeninitiativen verschiedener Schulleitungen zu verzeichnen, die mit eigenen Mitteln versuchen, Zugang zum Internet herzustellen. So beteiligten sich 1996 acht Lycées (Oberstufe/ Sekundarstufe II) und achtzehn Colléges (Sekundarstufe I) an diesem "Selbsthilfe"- Projekt.

Die Kosten (z.B. die Telefongebühren) für die nationalen Projekte werden von den Regionalverwaltungen und vom Kultusministerium getragen.Positiv zu vermerken ist , da8 kleinere Ortschaften durch diese neuen Kommunikationsmöglichkeiten miteinander verbunden werden und besser Informationen und Recherchen austauschen können.

Ziel der Einführung der Internetzugänge ist es, neue Möglichkeiten der Informationsbeschaffung zu gewährleisten, zu nutzen und neue pädagogische Zielsetzungen zu verfolgen.

Die obengenannten 13 Académies haben die Aufgabe, das Internet in allen Teilen des Landes einzuführen. Denn das Internet wird künftig ein sehr wichtiges pädagogisches Mittel werden.

<<Le multimédia est un élément de motivation pour acceder à la culture.Les élèves vont être baignés là- dedans quelques anées et c'est notre rôle d'éducateur de les y préparer. [... ] On peut commencer par utiliser Internet pour des choses simples: la correspondence scolaire, la préparation d'un voyage à l'étranger en puisant des informations sur le Net, un travail de lecture avec d'autres écoles. >> (Albert Hervet, directeur du Collége Kernanroux en Bretagne)

"Multimedia ist ein Element der Motivation zum Zugang der Kultur. Die Schüler werden sich in einigen Jahren dort hinein begeben und es ist unsere Aufgabe als Erzieher, sie darauf vorzubereiten. [...] Man kann das Internet für einfache Dinge nutzen: Die Schulkorrespondenz, die Vorbereitung einer Reise ins Ausland durch das Sammeln von Informationen im Netz, eine Lesearbeit mit anderen Schulen." (Albert Hervet, Schulleiter der Oberstufe Kermanroux in der Bretagne)

7.3 Pädagogische Möglichkeiten des Internets

In den Jahren seit der "Wiedereinführung" der Computer in den französischen Schulen haben alle Beteiligten versucht, mit diesem Mittel zurecht zu kommen. Denn das Internet bietet durchaus mehr pädagogische Nutzungsmöglichkeiten als bisher angenommen. Den größten Erfolg bei der Nutzung in den Schulen verzeichnete das "E-Mail" (Elektronische Post).Auf diesem Wege konnten Schüler z.B. im fremdsprachigen Unterricht praxisorientierter lernen. Via E-Mail korrespondieren französische Schüler mit anderen Schülern im Ausland, tauschen Erfahrungen aus, etc.

Weitere Möglichkeiten bietet das Internet auf dem Gebiet der Informationsbeschaffung oder bei der Herstellung von Homepages. Letzteres wird nur sehr selten in Frankreich genutzt.

Pädagogisches Ziel dieses Unterfangens ist es, den Computer nicht nur im fremdsprachigen Unterricht einzusetzen , sondern auch in den naturwissenschaftlichen Fächern. Denn das Netz bietet die verschiedenartigsten Möglichkeiten der Informationsvermittlung: Text , Video, Audio und Bild.

Außerdem hat man die Möglichkeit, die im Netz gefundenen Informationen auszudrucken und als Unterrichtsmaterial einzusetzen. Lehrkräfte haben die Möglichkeit, auf die Datenbank des CNDP (Centre National de Recherche Pédagogique; s. 10.1) zurückzugreifen und sich von dort das nötige Unterrichtsmaterial zu beschaffen (Karten oder andere pädagogische Hilfsmittel).

Um Schüler mit dem neuen Unterrichtsobjekt vertraut zu machen, werden in allen französischen Schulen neuerdings Informatikkurse angeboten, die den Umgang mit dem Rechner erleichtern sollen.

<<Il serait aberrant que les enseignants n'intégrent pas les nouvelles technologies dans leur méthode de travail. Le fonctionnement du système éducatif ne saurait désormais se concevoir sans Internet demain et les autoroutes de l'information après demain. D'un autre côté , généraliser l'enseignement à distance serait une hérésie complète car les relations humaines ont trop d'importance. L'ordinateur ne remplacera jamais la dimension relationnelle qu'un professeur peut apporter lorsqu'il donne un cours. De plus, si un ordinateur peut fonctionner à 33 Megahertz, le cerveau, lui, ne suivra jamais. >>

(Jean-Pierre Archambault, responsable de la Mission Internet à l'Academie de Créteil )

"Es wird nötig sein, daß die Lehrtätigen die Neuen Technologien in ihre Arbeitsmethode integrieren. Das Funktionieren des Erziehungssystems kann sich niemals entwickeln, morgen nicht ohne Internet und übermorgen nicht ohne Informationsautobahnen. Andererseits ist die Fixierung auf Fernerziehung eine vollständiger Bruch, denn die menschlichen Beziehungen haben zu viel Bedeutung. Der Computer kann niemals die erfahrbare Dimension ersetzen, die ein Lehrer mitbringen kann, wenn er unterrichtet. Außerdem, wenn ein Computer mit 33 Megahertz funktionieren kann, dann kann ihm das Hirn niemals folgen."

(Jean-Pierre Archambault, zuständig für den Aufgabenbereich Internet an der Académie Créteil )

 

7.4 INTERNETADRESSEN ZUM THEMA :

 

7.4.1 SCHULE UND INTERNET IN FRANKREICH

*Journée d'animation en francais sur les utilisations pédagogiques de l'Internet - la pédagogie à dimension internationale
http://www.crim.ca/inet96/theme1_f.html

http://www.crim.ca/inet96/theme4_f.html

*L'Internet dans les écoles ....c'est parti !
http://grics.qc.ca/TraitUnion/mars96/tumars96.html

*Projet multimédia du collège de La Mure
http://www.ac-grenoble.fr/lamure/Multimed.HTML

 

7.4.2 L'IUMF - Institut Francais de Formation des Maitres

*Projet d'Établissement - L'IUMF Bretagne
http://www.bretagne.iumf.fr/EP01.html

*Hyperlab de l'IUMF de Paris
http://w3.paris.iumf.fr/

 

7.4.3 Verschiedene Eigendarstellungen von Institutionen und Schulen (Homepages)

*Lycée Rascol Albi
www.ilink.fr/~cdi.rascol/objec.html

*Cité Scolaire GASTON FEBUS
http://www.univ-pau.fr/~l_febus/pres.html

*"Schulen ans Netz in Frankreich"
http://www.a2i-micro.fr/~MRadeuil/lesecole.html

*Les écoles de Mines de Paris (-> Presse à l'école)
http://ensmp.fr/FR/Services/PressesENSMP/Intro/pressesENSMP-presentation.html

*Le Journal Haut - Rhinois
http://www.nucleus.fr/revue/journal/

*CIEP - Centre international d'études pédagogiques
http://www.ciep.fr

*Institut de Recherche Pédagogique
http://www.inrp.fr/SFDOC/MathO.html

 

8. Die französische Medienforschung

Der Einfluß der Medien und der Medienforschung stieg deutlich in den 70er Jahren.

1976 wurde die Medienerziehung zum ersten Mal in den nationalen Lehrplan aufgenommen. Auch die französische Medienforschung wurde von den Erkenntnissen der US-amerikanischen Forschung beeinflußt.5 Das Fernsehen wurde zunehmend als "parallele Schule" (École parallele)6 bezeichnet, was sich natürlich verschärft seit der Legalisierung des Privatfunks 1982 (zum Vergleich: in Deutschland seit 1984) gilt.

Die Forscher, die sich heute mit Kommunikation und Informationsverarbeitung, besonders im Bereich der modernen Medien, beschäftigen sind recht zahlreich. Besonders renommiert sind die Abteilung für Informationswissenschaft und Kommunikation der Universität Stendhal in Grenoble sowie die Universität Paris VIII Saint- Denis.

9. Projekte/ Formen der Medienerziehung

9.1. "La Presse dans l'École"

Das Vorzeigeprojekt schlechthin im Bereich Medienerziehung ist die Woche der Presse in der Schule ("Semaine de la Presse à/dans l'école"), die seit 1976 stattfindet, 1997 zum 8. Mal als nationale Veranstaltung. Der Begriff "Presse" reduziert sich nicht nur auf Druckmedien, sondern schließt auch Radio- oder Fernsehstationen (zumeist regionale Sender) mit ein.

Die Woche zielt auf Zusammenarbeit mit professionellen Journalisten, sei es, daß Schüler deren Medien kennenlernen, und eventuell auch für sie produzieren, sei es, daß sie selbst z.B. eine Schülerzeitung kreieren. Auf jeden Fall sollen die Schüler lernen, mit Medien umzugehen. In der Regel heißt dies, der Funktionsweise des Mediums selber nachzugehen, also eine Art "Learnin' by doin'" (Lernen durch das Tun) bzw. eine Imitation. An der Woche "Presse dans l'école" nahmen beispielsweise 1990 7000 Schulen teil.

Für 1996 liegt eine präzise Bilanz der 7. Semaine de la Presse dans l'École vor. Demnach haben teilgenommen:

- vier Millionen Schüler,

- 250.000 Lehrkräfte

- und 414 Medien; dabei haben 253 geschriebene Druckwarenerzeuger über 1,8 Millionen Exemplare auf Anfrage den Schulen angeboten.. 179 andere Medien, darunter 147 Radiosender und 19 Fernsehketten, haben auch teilgenommen.8

9.2 Verschiedene Beispielprojekte (wird noch ergänzt)

(von Silke Busse- sibu@stud.uni-hannover.de)

La revue spécialisée

Le Manu'Scrit

Le Sac d'École (version Éléctronique)

Les cyber-reporters d'Echo-Lônes

La fête du livre

10. Institutionen der Medienerziehung

Das französische Erziehungssystem ist hierarchisch und zentral organisiert. In Paris befindet sich das Ministerium für Erziehung und Wissenschaftliche Forschung (M.E.S.R.). Eine direkte Anfrage beim Ministerium ergab nur, daß unsere Fragen an CLEMI (s.u.- 10.2.) weitergeleitet worden sind.

10.1 CNDP

Dem M.E.S.R. untersteht das Nationale Zentrum für pädagogische Dokumentation (Centre National de la Documentation Pédagogique- CNDP). Dies ist die Dachorganisation für 22 regionale Zentren (Centre Régional de la Documentation Pédagogique- CRDP). Die Regionen untergliedern sind in 1- 8 departementale Zentren (auf Bezirksebene- Centre Départemental de la Documentation Pédagogique- CDDP). Und desweiteren gibt es mitunter vereinzelt lokale Zentren (Centre Local de la Documentation Pédagogique- CLDP). Hinzu kommen noch Départements und Territorien in Übersee (die Überreste der französischen Kolonialmacht), wie Martinique, Französisch- Guayana oder Französisch Polynesien. Diese Zentren dienen dem Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Lehrkräften mit jeweils ganz verschiedenen Schwerpunkten. So hat das CDDP 33 (Département Gironde) unter dem Direktor Raymond Arnaud einen Fokus auf die Dokumentation und wissenschaftliche Betreuung der "Woche der Presse an der Schule". Das zentrale CNDP in Paris beschäftigt sich mehr mit der Grundlagenforschung, betreibt zwar aber auch ein eigenes Medienprojekt, Hauptthema ist allerdings Medien(wirkungs)forschung.

10.2 CLEMI

(von Sophie Soudais/ Übersetzung: Nicole Littner)

Die Vorstellung der Organisation CLEMI basiert auf dem Jahresbericht von 1995 (Rapport d'activité) vom 30. Mai 1996.

10.2.1 Definition

"Centre de liaison de l'enseignement et des moyens d'information", d. h. Zentrum für die Verbindung von Lehre und Informationsmedien.

Diese Organisation wurde 1983 vom Kultusministerium (in Frankreich auf nationaler Ebene) gegründet. Die Intention von CLEMI läßt sich am besten mit einem Satz aus dem Ministerialerlaß über seine Gründung charakterisieren: "Das Zentrum für die Verbindung von Lehre und Informationsmitteln hat zur Aufgabe, die pluralistische Nutzung von Informationsmitteln in der Lehre, besonders bei der Ausbildung, zu fördern. Damit soll ein besseres Verständnis der Schüler für ihre Umwelt gefördert und ihr kritisches Empfinden entwickelt werden."9

Seit seiner Gründung erleichtert das Zentrum den Prozeß der Einführung von immer moderneren Medien im Unterricht. Mit seinen Mitarbeitern, die in den verschiedenen Regionen tätig sind, bildet das CLEMI Lehrer und die Jugend über das Zeitgeschehen weiter. Das CLEMI gibt es in jedem Akademiebereich10, es ist also konkret ein aktives Organ mit Verantwortung und übermittelt gleichzeitig den pädagogischen Willen des Kultusministeriums.

Die eigentliche aktive Medienarbeit wird von CLEMI vorangetrieben, die diversen Pädagogischen Dokumentationszentren dienen mehr dem praktischen Erfahrungsaustausch zwischen Lehrern auf lokaler oder regionaler Ebene.

10.2.2 Aktivitäten

Im Jahr 1993/94 hat CLEMI 10000 Lehrer ausgebildet; 1994/95 11.750 Lehrer. Im Angebot sind Praktika oder Fortbildungskurse mit folgenden Titeln: "Medien im Unterricht benutzen"; "Wie wird das Bild in den Medien benutzt?"; "Fernsehinformationen und Europa"; "Reportagen, Dokumentationen - pädagogische Nutzung"; "Mit den Nachrichten lernen"; "Lesen - in der Bibliothek und im Unterricht"; "Die Presse im CDI11"

Die Anwendungsgebiete sollen auch fächerübergreifend sein.

Einige Zahlen:

An diesen Praktika haben im Jahr 1995 3095 Personen teilgenommen. Das bedeutet einen Zuwachs. Die Praktika können in drei Kategorien eingeteilt werden (s.S. 4, Schema 2)

auf nationaler Ebene (PNF): 5 Praktika für 4-5 Tage; außerhalb dieses nationalen Plans: 33 Praktika für 3-5 Tage; Mitarbeit in einem längerfristigen Projekt.

Man stellt einen hohen Anteil von ausländischem Publikum auf nationalem Niveau fest. In jedem Akademiebereich gibt es auch Aktionen, Kolloquien, Praktika.

Die Ziele dieser Ausbildung auf nationalem Niveau:

lernen, Medien zu lesen
Rolle und Platz der Medien in der Erziehung
Medien lesen
Radionachrichtensendungen in der Schule
Grundlage der Medien an der Schule: lesen und schreiben mit Medien.

10.2.3 Die unterschiedlichen Programme von CLEMI

CLEMI dokumentiert und organisiert Projekte. Und so zeichnet sich CLEMI durch eine recht aktive Publikationstätigkeit aus. Es werden zu drei Bereichen Publikationen herausgebracht:126

- Basisliteratur für Nutzungsmöglichkeiten, z.B. die Titel: Lernen mit der Presse, Lernen mir der Fernsehinformation;
- Praktische Anleitungen (z.B.: Eine Zeitung machen, Das Videomagazin);
- Analyse- und Reflexionsmittel (z.B.: Die Schulzeitung, Medienerziehung in der Welt)

10.2.3.1 Das Programm in der Probephase

1994 hat man versucht herauszufinden, welche Wirkungen pädagogische Handlungen, die mit Medien verknüpft sind, auf Schüler haben. Dieses Programm dauerte 2 Jahre und fand in 12 Collèges (Gesamtschule bis Realschulniveau) und 5 Lycées (Oberstufengymnasium) statt. 55 Lehrer nahmen an diesem Projekt teil, für den Französisch-, den Sport- und den Mathematikunterricht.

Das Ziel war es, den Schülern eine Lehreinheit (Éducation) über Medien zu geben, die zu ihrer Entwicklung als Bürger beiträgt. Über diverse Medien sollen auch Schüler eingegliedert werden, die in der Schule Probleme haben. Man versucht, die Schüler weiterzubilden, indem man ihnen bessere Kenntnisse über die Medien vermittelt. Beispiele: Arbeit über Handhabung/ Umgang/ Behandlung mit Sprache in Pressetexten, Vergleiche, Aufsetzen/ Bearbeiten von Texten, usw.

Aktivitäten, die den Schülern angeboten werden: Nachrichtensendungen, die sie selbst gestalten, die Herstellung von Zeitungen, Radiosendungen.

10.2.3.2 Das FAX - Programm

1995 wurde dieses Programm auf internationale Ebene ausgeweitet. Es handelt sich um eine von Schülern verfaßte Zeitung namens FAX. Der Name kommt daher, weil sie per Fax vertrieben wird. In der nahen Zukunft ist geplant, dafür auch das Internet zu benutzen. Es wurden bis Anfang 1996 24 Ausgaben veröffentlicht, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Elf davon wurden in Ländern außerhalb Frankreichs organisiert, z.B. in der europäischen Union, in Indien und in Rumänien. Diese internationalen Rubriken sind auch offen für junge Journalisten aus Ländern außerhalb Europas, wie z.B. Amerika, Afrika, China.

10.2.4 Die Verbindung zwischen Schule und Medien

CLEMI schlägt Lehrern vor, mit ihren Klassen Medieneinrichtungen zu besuchen. Folgende Arten von Besuchen wurden durchgeführt:

eine detaillierte Vorstellung der Medien, mit darauffolgendem Besuch des Unternehmens, z.B. die Zeitungen Le Monde, L'Humanité, Bayard Presse, oder die Radiosender France Info, Radio France Internationale.

Angebot, einer Redaktionskonferenz (z.B. bei Le Monde, Le Figaro) oder einer Nachrichtensendung (z.B. France Inter, télé matin, Canal +) live beizuwohnen.

Desweiteren wurde Schülern die Möglichkeit geboten, eine eigene Nachrichtensendung zu machen, und diese im Fernsehen vorzustellen.

10.2.5 Die Zentrale des CLEMI

CLEMI hat mittlerweile eine Bibliothek mit 510 Werken (Bücher, Berichte, Studien, Statistiken) und 490 Videokassetten. CLEMI arbeitet mit zwei Gruppen von Publikum, einerseits mit Praktikumsleitern und den Animateuren, andererseits mit Lehrern, Studenten, Universitäten, Journalisten und Bibliothekaren.

Einmal im Monat findet für Studenten, Schüler, Lehrer, Journalisten eine Führung durch das Zentrum statt, um die Möglichkeiten der Nutzung der Bibliothek kennenzulernen.

Clemi bietet den Jugendlichen Themen an, die sie betreffen und die sie interessieren. Dadurch lernen sie, sich mittels Nutzung von Medien mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

10.2.6 Die internationale Zusammenarbeit

Seit 1995 hat sich der Informationsaustausch auf internationaler Ebene verstärkt. Die Stellung der Medienpädagogik im Schulsystem ist Thema in verschiedenen internationalen Seminaren. CLEMI erhält Anregungen aus mehreren Ländern. Im Rahmen von Konferenzen empfängt CLEMI regelmäßig ausländische Universitäten, um seine Aktivitäten vorzustellen. Der Inhalt der gutbesuchten Fortbildungen sind beispielsweise:

Beispiele für derartige Projekte:

Organisation von Seminaren im Ausland.

Die Beziehungen mit verschiedenen Ländern, die sich mit den Jahren etabliert haben, lassen annehmen, daß sich ein solides Netz an Informationsaustausch mit mehreren Einrichtungen gebildet hat. CLEMI pflegt die Zusammenarbeit zu diversen CRDPs und dem CNDP, sowie ins Ausland (z.B. zum British Film Institute, dem Deutsch- französischen Jugendbüro und einigen iberosprachigen Ländern - Spanien, Argentinien, Portugal, Brasilien).

10.2.7 Die Mittel des Betriebs

Der Staat unterstützt CLEMI. Aber im Vergleich zu 1994 wurden 300.000 FF weniger bezahlt, wobei in den letzten Jahren aus finanziellen Gründen einige Projekte vom "Ministère de la communication" (Kommunikationsministerium) nicht mehr unterstützt wurden, wie z. B. "La presse à l'École". CLEMI hat 32 regionale Mitarbeiter, die seine Interessen als "akademische Koordinateure" vertreten. Im Personalbereich gab es einige Veränderungen. Viele volle Stellen wurden durch freie Mitarbeiter, wie z.B. Studenten oder Journalisten, ersetzt.CLEMI ist auch über das Internet unter folgenden Adressen zu erreichen:

chevenez@ext.jussieu.fr

mediacy@ext.jussieu.fr

10.3 Das "Réseau Éducation-Médias"

Das "Réseau Éducation-Médias" ist eine Organisation, die sich an Lehrer, Eltern und an alle diejenigen wendet, die sich für Medienpädagogik interessieren. Sie bietet im Internet Seiten an, auf denen sich hauptsächlich mit Medien und deren Einfluß auf den Alltag von Kindern und Jugendlichen beschäftigt wird. Ziel ist es, die Medienpädagogik im Land voranzubringen.

Es versteht sich einerseits als Informationszentrum und andererseits als eine Art "Aufnahmestelle" für Ideen und Initiativen. In diesem Zusammenhang werden Lehrkräften Neuigkeiten zu und über Medien sowie verschiedene Möglichkeiten von Aktivitäten für Schüler aller Stufen angeboten. Außerdem kann man eine Auswahlliste von Videos über Medienpädagogik abrufen, ebenso wie eine Bibliographie und anderes (im Aufbau "Ateliers" etc.).

Zum Teil werden einzelne Projekte dargestellt ("La revue spécialisée").

Aus dem Einfluß der Medien soll ein positives Element im Leben der Jugendlichen gemacht werden ("[...]faire de l'influence des médias un élément positif dans la vie des jeunes."13

10.4 IUFM

Seit 1989 ist die Ausbildung von Lehrkräften der verschieden Schultypen dem speziellem Institut IUFM angegliedert, das nicht in den normalen Lehrbetrieb in der Universität integriert ist. Dieses Institut heißt "Institut Universitaire pour la Formation des Maîtres" (Universitäres Institut für die Ausbildung der Lehrkräfte)- kurz: IUFM (sprich: I-Ü-F-M). Dieses Institut verfügt über eigene Gebäude, Büchereien, Technik- und Sprachlabors etc. In Nantes existiert sogar eine eigene (Labor-)Schule auf dem Terrain des IUFM (Ob dies überall der Fall ist, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden). Die technische Ausstattung im Bereich Medien ist vorhanden, aber veraltet.

Hier soll die Ausbildung an Medien integriert sein, und nach Angaben von CLEMI beschäftigen sich zukünftige Lehrer 4 bis 20 Stunden mit medienbezogenen Thematiken. In Frankreich spielt eine Erziehung des zukünftigen Lehrkörpers ("Maîtres") im Bereich Medienpädagogik keine hervorragende Rolle spielt. Vielmehr ergab eine Anfrage beim IUFM in Nantes (Pays de la Loire) folgendes Bild:

Zur Ausbildung auf das Grundschullehramt ist einer von den folgenden Themenbereichen, die Medien betreffen, Pflicht:

Das Thema wird 5h/ Jahr unterrichtet. Die Auswahl des Themas hängt nicht von den Lehramtsstudenten selber ab, sondern von dem jeweiligen Ausbilder.

2. In der Ausbildung für Lehrer am "Collège" (Sekundarstufe) ist die Wahl von medienpädagogischen Themen noch weniger vorgesehen, eigentlich nur optional. Dennoch gibt es einen Themenbereich "Communication", der mit den NTIC nahezu gleichzusetzen ist. Pflicht sind 12 Stunden NTE, d.h. über den Einsatz von Technologien im Unterricht. Auch hier nehmen wieder ganze Ausbildungsklassen teil, und die Entscheidung über die Teilnahme an einem Kurs obliegt i.d.R. nicht dem auszubildenen Lehrer, sondern dem Ausbilder (Klassentutor).

3. Im allgemeinen handelt es sich um eine theoretische Ausbildung.

11. Einige Schlußfolgerungen

Im französischen Sprachraum gibt es keinen Begriff, der dem deutschen "Medienpädagogik" entspräche. Es werden Begriffe, die "Medienerziehung" ähneln verwendet ("Éducation aux médias", "Formation aux NTE"). Diese Begriffe sind stärker an Mediendidaktik ausgerichtet. Frankreich hat eine Tradition in der Filmerziehung seit den 20er Jahren. Daher gibt es einige Gesellschaften, die "das Audio- Visuelle" ("l'Audiovisuell") fördern, z.B. APTE, EPI und CARI (s. Anhang).

Es gibt einige staatliche Institutionen, die sich die Verstärkung des Mediensatzes in der Schule, sowie den Erfahrungsaustausch zum Ziel gesetzt haben, so CLEMI, das "Réseau Éducation-Médias" und das CNDP, sowie seine Untersektionen (CRDP und CDDP). Diese führen Lehrerfortbildung und Modellprojekte durch.Das Vorzeigeprojekt ist die Schulpressewoche ("La semaine de la presse à l'école").

Medienarbeit - im Sinne von "Neuen Medien" - in der Lehrerausbildung sowie in der Schule hat keine herausragende Rolle. Primär läßt es sich als ein Mittel kulturellen Ausdrucks unter vielen im Französischunterricht wiederfinden. Nur für Grundschullehramtstudenten ist der Umgang mit Medien Pflicht. Nachdem in den 80er das staatliche Programm "Informatique pour tous" gescheitert war, soll nun unter der neuen, sozialistischen Regierung der Medieneinsatz, v.a. der Computereinsatz, in der Schule gefördert werden. Die Umsetzung steht jedoch noch aus.

12. Zeitliche Übersicht der Medienerziehung in Frankreich

 

1960 Gründung der Berufsvereinigung UFOLEIS (Union français des oeuvres laîques d'éducation par l'image et par le son- Französische Vereinigung der säkularen Werke der Bild- und Tonerziehung)
1962 Der Kongreß des Internationalen Jugendfilmzentrums ("Congrès du Centre International du Film pour la Jeunesse") stellt in Oslo die Unterscheidung zwischen Lernen mit Medien und Lernen über Medien auf
1966 Gründung der "Presse- Vereinigung Jugend-Information" (Association Presse Information Jeunesse).
1972 Medienpädagogik wird offiziell in das Programm des Bildungsministeriums aufgenommen
1976 Positiver Ministerialbeschluß über die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Presse. Offiziele Aufnahme der Medienerziehung in die Schulische Ausbildung.
1977 "Vereinigung Regionen- Presse für die Aufklärung der Jugend" (Association Régions Presse Enseignement Jeunesse) von 12 Regionalzeitungen geschaffen
1977 Gründung zweier professioneller Vereinigungen:
- "Kommitee für Information über die Presse in der Erziehung" (CIPE)
- "Vereinigung der Presse in der Erziehung" (APE)
1979 Initiative "Junger Aktiver Fernsehzuschauer" (Jeune Téléspectateur Actif) vom den Ministern der Landwirtschaft, Erziehung, Jugend und Sport begründet.
1982 Offizielle gesetzliche Zulassung privaten Rundfunks in Frankreich; seitdem: rapider Anstieg der Radiosender auf heute ca. 7000, Entstehung von kleinen, lokalen Sendern (Bürgerradios), sogenannten "Nachbarschaftssendern"; mehrere Privatsender im Fernsehen.
1982/83 Gründung von CLEMI (Centre de Liaison de l'enseignement et des moyens d'informations)
1985 Programm "Informatique pour Tous"; Ausstattung der Schulen mit Computern (Thompson T07)
1989 Einführung der Lehrerausbildung in den IUFM
1990 Rund 7000 Schulen nehmen an der Schulpressewoche teil
1996 Bilanz der 7. Semaine de la Presse dans l'École:
Es haben teilgenommen: vier Millionen Schhler, 250.000 Lehrkräfte und 414 Medien. 253 geschriebene Drucktitel haben hber 1,8 Millionen Exemplare auf Anfrage Schulen angeboten.. 179 andere Medien, darunter 147 Radiosender und 19 Fernsehketten haben auch teilgenommen.14

 

13. Literatur

13.1 Medienerziehung in Frankreich

Archambault, Jean- Pierre: Personnels de direction et nouvelles technologies; Médialog 1995; déc., no.25; p.53-54

Arnaud, R.: Medienpädagogik in Frankreich, in: merz 1992, H.1,S.11-13

Baqué, P.: Filmerziehung an französischen Schulen, in: medien praktisch, 1991, H.2, S.31-32

Baron, G.-L./ Bruillard, E.: Quelle place pour les nouvelles technologies dans la formation des enseignants?; en: Recherche et formation 1993 4e trim. No.14; p-101-116 No intitulé: "La direction d'établissement scolaire"

Belisle, Claire: Apprendre avec les nouvelles technologies d'information et de communication; en: Clés à venir; 1996. Sept., no.12 p.45-56* Bilbliographie

Bourrissoux, Jean- Loup/ Pecpel, Patrice: Enseigner avec l'Audiovisuel; Les éditions d'organisation 1992 (Paris; 26, Av. Émile Zola; 75010)

Centre de Recherches en Éducation de l'Université de Nantes: Formation multimédia, outils et méthodes, Vol.1: Rôle des nouvelles technologies en Formation; Centre Régional de Documentation Pédagogique des Pays de la Loire 1993

Chevenez, Odile (coordinateur): Les Élèves - acteurs de leurs médias; Paris (CNDP/ CLEMI) 1997 + 1 CD- ROM

CLEMI: Cataloque des publications 1996

CLEMI: Présentation du CLEMI

Eriksen-Terzian, A.: Who's Holding the Camera? Television/ Video and Gender Representation, in: Bazalgette u.a. 1992, S. 61-69 (France)

Gagnier, O.: Praktische Arbeit mit audiovisuellen Medien in Frankreich. Von der Freiheit des Ausdrucks zum Verständnis der Mediensysteme, in: Schorb, B.: Medienerziehung in Europa. Auf dem Weg zu einer europäischen Medienkultur, München 1992, S. 68-71

Gaudard, M./Theveniaut, O.: "The Polaroid Test": An Educational Action Project with Young Children, in: Bazalgette u.a. 1993, S. 10-12

Hargous, Maryvonne: Teachers and Media Education in France; in: Media Education Journal No.11, Summer 1991

Jospin, L.: Media Education and Democracy, in: Bazalgette u.a. 1992, S. 212-218 (France)

Landa, F.:Creative Work in Newspapers: The Press in the Classroom, in: Bazalgette u.a. 1993, S.18-25

Le Monde 19/11/97: Mulimédia: un plan pour l'école et des aides au capital- risque; p.1, 10, 19

Le Monde 9/1/98: Claude Allègre consulte les éléves sur la réforme des études au lycée. Le ministre veut modifier les programmes et les filières; p.1 et 9

Le Monde de l'Éducatiom de la culture et de la Formation; Mensuel No 252 Oct. 97: Université

Le Sourd, Hervé: Pour un enseignement des images à l'École. L'Internet n'est qu'un tuyau, il faut savoir lire à ce qui en sort; dans: Libération, 5 décembre 1997

Leclercq, Francois: Le Visioenseignement en Basse- Normandie; Caen, CRDP 1995; 1 vidéocassette VHS 21 min

Les Ressources multimédias en éducation. 1ères rencontres de l'ORME. Paris* CNDP* Observatoire des ressources multimédias en éducation*Sunny Side of the Doc* 1996* 159 p.

Ministère de l`Éducation: présents et futurs de l'audiovisuell en éducation. Les fondements d'une nouvelle politique; rapport du groupe Jacques Treffel; févr. '81 (La Documentation Française)

Vallet, A.: The Development of Media Education in France, in: EMI (Educational Media International), 4/1989, S. 219-226

13.2 Medienforschung; Kommunikations- und Rezeptionsforschung

Balle, Francis: Médias et Société; Paris 1984

Miège, Bernard (dir.): Médias et Communication en Europe; Grenoble 1990 (IfK)

Koch, Ursula E. u.a. (Hg.): Deutsch- französische Medienbilder: Journalisten und Forscher im Gespräch; Images Médiatiques franco- allemandes; München 1993

13.3 Zeitschriften zur Medienpädagigik und ihre Herausgeber

CARI Info (fondé par Cécile Delaunoy sur une idée d'Alain Déjour); CEDP Nantes 20FF/numéro

Sept.97; Nr.89; p.28: "La France occupe la dernière plave en Europe pour l`intégration des nouvelles technologies dans l'Éducation"

La Lettre d'APTE (Audiovisuel Pour Tous dans l'Éducation); ehem. "Le téléspecteur actif"

"pour une éducation à l'image et aux médias audiovisuels"

BP 518,

86012 Poitiers Cedex

Tél.: Poitiers 05.49.44.99.00

05.49.01.86.03

Paris 01.46.33.67.57

APTE@wanadoo.fr

ÉCHANGER: Akadémie de Nantes

Enseignement Public & Informatique (EPI)

"pour l'utilisation raisonnée de l'informatique et des nouvelles technologies dans les disciplines" DIFFUSSION/ ÉCHANGE

postmast@epi.fdu.fr

www.ac-versailles.fr/epi

www.fdu.fr/~epi

13, Rue du Jura

75013 Paris

T.:01.43.37.86.14

F.:01.44.08.99.99

Enfin Télé

76, bd de la Villette

75940 Paris

14. Adressen in Frankreich (Internet und Post)

14.1 Allgemein

Der allgemeine Einstieg ins Netz nach Frankreich: "Le web en France"

http://www.urec.fr/France/web.html

Allgemeine Informationen hber Frankreich in deutsch, englisch, spanisch und französisch (Außenministerium):

http://www.france.diplomatie.fr

Informationen über das Mediensystem in Frankreich

http://www.france.diplomatie.fr/France/edu/media.html

 

14.2 Bildungsinstitutionen und Internet

Erziehungsministerium (M.E.S.R.)

http://www.mesr.fr

Für Erziehung/ Bildungsaustausch:

http://www.edutel.fr

Ministère de l'Éducation Nationale, de l'Enseignement Supérieur et de la Recherche
110, rue de Grenelle
F- 75357 Paris 07 SP

Centre National de la Documentation Pédagogique
http://www.cndp.fr/

CLEMI
http://www.clemi.fr

391, rue de Vaugirard
F- 75015 PARIS

Journée d'animation en francais sur les utilisations pédagogiques de l'Internet - la pédagogie à dimension internationale
http://www.crim.ca/inet96/theme1_f.html

http://www.crim.ca/inet96/theme4_f.html

L'Internet dans les Écoles ....c'est parti !
http://grics.qc.ca/TraitUnion/mars96/tumars96.html

Projet multimédia du collège de La Mure
http://www.ac-grenoble.fr/lamure/Multimed.HTML

Enseignement Public & Informatique (EPI)

"pour l'utilisation raisonnée de l'informatique et des nouvelles technologies dans les disciplines" DIFFUSSION/ ÉCHANGE

postmast@epi.fdu.fr

www.ac-versailles.fr/epi

www.fdu.fr/~epi

13, Rue du Jura
75013 Paris
T.:01.43.37.86.14
F.:01.44.08.99.99

14.3 L'IUMF - INSTITUT FRANCAIS DE FORMATION DES MAITRES

Projet d'Établissement - L'IUMF Bretagne

http://www.bretagne.iumf.fr/EP01.html

Hyperlab de l'IUMF de Paris

http://w3.paris.iumf.fr/

IUFM (höhere Lehrerausbildung)

http://www.urec.fr/Classement/Themes/Enseignement/IUFM/ IUFM.html

14.4 Verschiedene Eigendarstellungen von Institutionen und Schulen (HOMEPAGES)

Lycée Rascol Albi
http://ilink.fr/~cdi.rascol/objec.html

Cité Scolaire GASTON FEBUS
http://www.univ-pau.fr/~l_febus/pres.html

"Schulen ans Netz in Frankreich"
http://www.a2i-micro.fr/~MRadeuil/lesecole.html

Les Écoles de Mines de Paris (->Presse à l'École)
http://ensmp.fr/FR/Services/PressesENSMP/Intro/pressesENSMP-presentation.html

Le Journal Haut - Rhinois
http://www.nucleus.fr/revue/journal/

CIEP - Centre international d'Études pédagogiques
http://www.ciep.fr

Institut de Recherche Pédagogique
http://www.inrp.fr/SFDOC/MathO.html

Einige französische Schulen (nach Freinet- Pädagogik)
http://194.51.251.1:80/freinet/


Aktualisiert am 25. Februar 1999